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Thursday, August 16, 2007

Wedding Dress - Oberteil

nachdem ich am Montag abend "den ersten Schnitt gemacht habe", geht es mit dem Oberteil los. Der Zuschnitt war recht aufregend; da der Rock aus 3 Schnittteilen besteht, wurden die rückwärtigen Rockbahnen einzeln zugeschnitten. Da ich den Stoff markieren wollte ( hierzu benutze ich Seife ), habe ich dies - entgegen der Anleitung - von der linken Stoffseite aus gemacht, das Schriftbild des Schnittes nach unten, um den Rock hinterher nicht spiegelverkehrt zu haben. So weit so gut - theoretisch klar...Was musste passieren ? Sicher, beim letzten Teil habe ich den Schnitt schön sichtbar mit der Schrift nach oben platziert. Glücklicherweise ist das noch aufgefallen, bevor ich das Teil komplett zugeschnitten habe und in weiser Voraussicht die Stoffmenge recht üppig kalkuliert war. Jetzt muss ich zwar die Schärpe am Rock separat ansetzen, aber das macht nichts, die Ansatznaht wird in der hinteren Naht verschwinden.
Puuh...das war gerade nochmal gut gegangen.
I started Monday evening to cut out the fabric pieces, which was quite threatening... The skirt consist of 3 different pieces, 1 front and two different for the backside. The instruction recommends to cut out from the right side. Since I wanted to draw some marks ( I am using soap for this fabric ), I used the left side, using the pattern from wrong side. Guess what happened ? For the last piece I used the right side of the pattern......grrrr. Luckily I recognized before cutting the whole piece and for saftey reasons calculated a generous amount fabric. Now I have to attach the sash separately but that is no problem, the seamline will disappear in the back seam.

Nächster Schritt: Futter und Einlage zuschneiden, aufbügeln, die Ausschnitt- und Armkanten mit Formband versehen und Nahtband dort aufbügeln, wo ein Reissverschluss eingearbeitet wird.
Dauert doch immer länger als gedacht...










Next step: Cut out lining, cut and iron interfacing to the lining and facings. This takes alway more time than estimated...

Nun ging es an die ersten Nähte. Für diesen Stoff benutze ich eine 70er Microtexnadel, um die bei solchen Stoffen gefürchteten Querläufe zu vermeiden. Da diese Nadeln unglaublich scharf sind, passiert damit nichts. Garn ist ein cremeweisses Garn von Amman. Ich hätte ganz gerne ein Seidengarn verwendet, wurde aber nicht fündig, und da man hinterher keine Nähte von aussen sehen wird, ist das Polyestergarn auch ok. Rückenteil und Vorderteil des Unterstoffes sind nun fertig. Etwas problematisch waren die Prinzessnähte des Vorderteils, da der Stoff recht schwierig zu bügeln ist. Er ist recht steif und glänz ungemein, sieht toll aus, aber man sieht natürlich jedes kleinste Fältchen. Aber ich habe es hinbekommen:

Zuerst habe ich mit chirurgischer Präzision und Equipment an den Nahtrundungen Eckchen herausgeschnitten:

(...die Handschuhe trage ich , um mir keine Fädchen zu ziehen und um den Stoff nicht zu verschmutzen )

Dann habe ich die Nähte sorgfältig und vorsichtig auseinandergebügelt. Als "Bügelei" benutze ich ein zusammengerolltes Handtuch. Das funktioniert bei gerundeten Nähten wirklich gut und ist ein platzsparender Ersatz.









von links.... und von rechts...

Now I can start to sew. I am using a 70er Microtex-Needle to avoid any running threads in the fabric. This kind of needle is very sharp and this works extremely well. I am sewing with Amman thread ( poly ), I would have used silk thread, which was not available here, but since no seam will be shown in the finished gown, this is also ok. The princess seams of the front were a little tricky since the fabric shows up every pleat. But I managed this quite well. First I cut little triangles in the SA where the seamline follows a convex curve ( bust), and just cut it in were it is slightly concave ( waist ). As you can see in the picture I am doing this with surgical equipment ( this is to avoid again ripping and of course to keep my fabric as clean as possible ).

To iron the seams properly from inside and outside I use a folded towel to create a "taylor ham".

Vorder- und Rückenteile habe ich rundherum mit der Overlock versäubert, da der Stoff doch sehr franst. Hierzu nehme ich immer eine 2-Faden Overlocknaht ( unterer Greifer und rechte Nadel ), um möglichst wenig "Volumen" zu produzieren. Da das Oberteil komplett gefüttert wird, habe ich die vorderen Teilungsnähte nicht versäubert, damit sich die Naht nicht durch drückt.


Finally I serged all edges since the fabric ripples a lot. I use a 2-thread overlock stitch to reduce bulk as much as possible.

2 comments:

Tany said...

You are doing an outstanding work! I will remember using surgical equipment in the future for cases like this. That is a great tip!

berry said...

Hallo Katrin,
dein Stoff sieht ja toll aus! Ich bin schon seeehr gespannt, wie's weitergeht. Viel Erfolg!
LG, berry